Milford und Doubtful Sound
Regen, Regen, Regen, aber eine atemberaubende, wunderschoene Landschaft - gerade wegen dem vielen Regen! Dies gilt insbesondere fuer den Milford Sound, der jaehrlich bis zu sieben Meter davon abbekommt.
Wir haben uns im Gunn's Camp im Hollyford Valley eine alte, urige Holzbaracke gemietet, mit dem Holzofen schoen eingeheizt, ein gutes Buch gelesen und die Stimmung genossen, waehrend der Regen auf das Dach geprasselt hat und der Fluss vor unserer "Haustuer" immer mehr angestiegen ist! Und das Warten auf besser Wetter hat sich gelohnt: am naechsten Tag hatten wir strahlenden Sonnenschein!! Fragt sich nur was besser ist: die Sounds bei Sonnenschein oder Regen?? Beides schoen!!
Da der Milford Track ausgebucht war und wir eh keine Lust hatten Sandfliegen und Regen auf einer 4-Tages-Wanderung die Stirn zu bieten, haben wir uns den Milford und den Doubtful Sound ganz bequem per Boot angeschaut (beides zusammen kostet nicht mehr, als wenn man den Milford Track, den teuersten der Great Walks, begeht!). Doubtful und Milford Sound sind beide sehenswert, wobei uns der Milford Sound mit seinen steil aufragenden Waenden, zahlreichen Wasserfaellen und den schneebedeckten Bergen besser gefallen hat. Das lag sicherlich auch daran, dass wir bei der Milford Sound Tour nur sechs Leute auf einem 100-Mann Boot waren! Anstatt 2 Stunden ging unsere Tour 3 Stunden und von Laerm und Hektik nichts zu hoeren bzw. zu spueren. Die Wasserfaelle konnten wir hautnah bestaunen, denn das Boot fuhr bis an die Felswand und wir wurden auch dementsprechend nass - super!!!
Auch dem Unterwasser Observatorium haben wir einen Besuch auf dieser Tour abgestattet. Das ist eine Art Aquarium im offenen Meer! Sehr interessant, denn nur hier in den Sounds des Fiordland Nationalparks kann man Lebewesen in 15m Wassertiefe sehen, welche sonst im offenen Meer in 100m Tiefe leben. Das liegt daran, dass hier das Suesswasser, welches vom Regen und den Wasserfaellen kommt, sich nicht sofort mit dem darunter liegenden Salzwasser mischt und sich somit eine fast lichtundurchlaessige 5m "dicke" Suesswasserschicht bildet!
Der Doubtful Sound besticht durch seine Einsamkeit und Ruhe. Auch hier gibt es zahlreiche Wasserfaelle, tiefschwarzes Meer und Regenwald zu bewundern. Wir haben uns fuer die Tour mit DoubtfulCruise entschieden, da diese nur 20 Personen anstatt 100 mitnehmen! Zuerst ging es ueber den Lake Manapouri zur Besichtigung des Wasserkraftwerks, dann mit dem Bus ueber den Wilson Pass zum Doubtful Sound. Den Rest des Tages haben wir dann auf dem Boot verbracht.
Das waren drei schoene, erlebnisreiche Tage mit viel Regen und viel Sonnenschein und mit Sicherheit eines der schoensten Fleckchen der Erde!

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